ANNA ACHMATOWA

Lyrikerin und Essayistin

1889 in Bol´soj Fontan bei Odessa geboren

Studium der Literaturwissenschaften in Petersburg

Schließt sich dort der Gruppe der Akmeisten an. Der Begründer dieser Dichterschule war Nikolai Gumiljov, den sie 1910 heiratete. 1912 erschien ihr ersten Gedichtband: Abend . Bis 1921 erscheinen weitere Gedichtbände, danach folgt eine lange Epoche, in der sie zum Schweigen verurteilt war. Ihren Lebensunterhalt bestreitet sie als Bibliothekarin. In den 30er Jahren erschienen dann zunächst nur Übersetzungen u.a. aus dem Armenischen sowie Prosaarbeiten. Ab 1936 begann sie wieder zu dichten.

Ab 1940 wieder Veröffentlichungen ihrer Lyrik in der UdSSR. Ende 1941 während der Blockade von Leningrad floh A.A. nach Moskau. 1944 Rückkehr nach Leningrad.

Während der sog. Shdanow-Ära war sie wieder zum Schweigen verurteilt.

1946 wurde sie ebenso wie Sostschenko aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen. Siew lebt in dieser Zeit von Übersetzungen aus dem Koreanischen und dem Serbischen. Ab 1950 erscheinen wieder Gedichte von ihr.

Mehrfache Anwärterin auf den Nobelpreis

1964 Preis von Taormina/Italien

1965 Ehrendoktor der Universität Oxford

1966 gestorben in Domodedowo bei Moskau