SAMUEL BECKETT

13. April 1906 in Dublin geboren, 22. Dezember 1989 in Paris gestorben.

Beckett war ein irischer Schriftsteller, der als britischer Staatsbürger zur Welt kam, mit der Unabhängigkeit Irlands 1921 irischer Staatsbürger wurde, aber ab 1937 ständig in Frankreich lebte. Seine ersten Texte verfasste er in englischer Sprache, in seiner mittleren und fruchtbarsten Phase schrieb er überwiegend Französisch, später wechselte er, oft von Text zu Text, die Sprache und übersetzte seine Werke häufig selbst in die jeweils andere. Er gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller des zwanzigsten Jahrhunderts und wurde 1969 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet (blieb der Zeremonie jedoch fern). Sein bekanntestes Werk ist heute En attendant Godot (Warten auf Godot). Es wurde am 5. Januar 1953 in Paris uraufgeführt. Spätestens ab dem Ende der fünfziger Jahre war Beckett ein anerkannter Autor. Seine Texte wurden rasch zum Druck angenommen und seine Stücke umgehend aufgeführt oder produziert. Er figurierte sogar, obwohl von Natur aus eher scheu und notorisch depressiv, ein wenig als Star im Pariser Literaturbetrieb. Insgesamt allerdings zog er sich als Person mehr und mehr zurück und verschwand auch als Autor langsam aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit. So waren nicht Wenige bei der Nachricht seines Todes 1989 überrascht, dass er überhaupt noch gelebt hatte. Die Lyrik ist bei Suhrkamp und im Limes-Verlag erschienen.

2010    wird im  KUNSTRAUM SCHWIFTING der Dichter Samuel Becktt vorgestellt von:   

             Ralf Weikinger liest die deutsche Übersetzung und Claudie Lambin die französichen Gedichte.