René Char

 

m 14. Juni 1907 in LIsle-sur-la-Sorgue, Vaucluse geboren.

Er studierte in Aix-en-Provence.

1929 begegnete er André Breton und Paul Éluard und trat der Künstlergruppe der Surrealisten bei, von der er sich ab Mitte der 1930er Jahre nach und nach wieder distanzierte.

Char ging 1940 in den Untergrund und kämpfte zusammen mit Gilbert Lely in der Résistance  gegen die deutsche Besatzung. Die Ereignisse im Widerstand arbeitete er in den Prosagedichten Feuillets d'Hypnos auf. In den 1960er Jahren engagierte er sich gegen die Stationierung von Atomraketen in der Provence.

Seine Lyrik wurde unter anderem von Paul Celan, Franz Wurm und Peter Handke ins Deutsche übersetzt. Von seinen zahlreichen Büchern liegt ein Teil der Spätwerke nicht in deutschen Ausgaben vor. Er war befreundet mit dem Dichter Paul Eluard, dem Schriftsteller und Philosophen Albert Camus. Zahlreiche bedeutende Maler, u. a. Juan Gris, Henri Matisse und Georges Braque illustrierten die Handschriften seiner Gedichte, die teilweise anlässlich seines hundertsten Geburtstag in aufwändigen Faksimileeditionen erscheinen.

Am 19. Februar 1988 stirbt Char in Paris.

Im April 2012 stellen Claudie Lambin und Helbert Häberlin im KUNSTRAUM SCHWIFTING

den Dichter  René Char und den Schrifsteller Albert Camus vor, die eine innige Freundschaft verband.

Dazu wurde der Film >Champ Libre: René Char< von Michel Soutter gezeigt.