Patti Smith

 

30. Dezember 1946 in Chicago, Illinois, USA) ist eine US-amerikanische Punk- und Rockmusikerin, Singer-Songwriterin, Fotografin, Malerin und Lyrikerin.

Patti Smith stammt aus einem ärmeren Elternhaus, beendete mit 16 Jahren ihre Schulausbildung und begann danach in einer Fabrik zu arbeiten. Im Alter von 18 Jahren brachte sie eine Tochter zur Welt, die sie zur Adoption freigab. Sie zog nach New York City, lernte dort im Sommer 1967 den Künstler und später als Fotografen berühmt gewordenen Robert Mapplethorpe kennen und lebte mehrere Jahre mit ihm zusammen. Von ihm stammen zahlreiche Fotografien, die teilweise für ihr späteres Plattencover verwendet wurden. 1969 begann sie, ihre von der Beat Generation beeinflusste Poesie in Zeitschriften wie Rock und Creem zu veröffentlichen. Reisen führten sie nach Frankreich, wo sie u. A. Die Grabstätten ihrer Idole Jim Morrison und Arthur Rimbaud besuchte. Die frei assoziierende Lyrik, die Patti Smith halb atemlos, halb synkopisch über nur scheinbar primitive Rockakkorde legte, gab ihren Songs und auch den von ihr gewählten Coverversionen (Gloria (Them), My Generation (The Who)) einen aufbegehrenden und nervösen Reiz.

Auszeichnungen:

2007 wurde die Musikerin in die Rock and Roll Hall of Fame in Cleveland (US-Bundesstaat Ohio) aufgenommen.

2010 erhielt Smith den National Book Award, den wichtigsten amerikanischen Buchpreis, in der Sparte Sachbuch. Ausgezeichnet wurde ihr Buch Just Kids. 2011 wurde sie mit dem Polar Music Prize ausgezeichnet, gemeinsam mit dem Kronos Quartet.

Auf der Berlinale 2008 wurde der Doku-Spielfilm Dream Of Life (2007) von Steven Sebring über Patti Smiths Leben uraufgeführt, mit dem sie sich mehr als zehn Jahre beschäftigt hatte.

2014 liest Andrea Birner aus den Gedichten im KUNSTRAUM SCHWIFTING.